Fahrausbildung Fahrausbildung ist Vertrauenssache Jedes Jahr müssen in der Bundesrepublik viele Milliarden Mark für die Folgen von Verkehrsunfällen ausgegeben werden. In den Ländern der EU sollen es insgesamt 400 Milliarden pro Jahr sein. Eine unglaubliche Zahl. Verkehrsunfälle stellen in der Summe einen schwerwiegenden volkswirtschaftlichen Schaden dar, aber viel schlimmer sind die anderen Folgen: schwere Verletzungen, oft lebenslange Behinderung, Leid und Trauer wegen des Verlustes nahestehender Menschen. Unfall ist nie Zufall, so will es ein bekannter Slogan. Richtig, denn in mehr als 90 Prozent der Fälle hat der Mensch die Hände im Spiel. "Menschliches Versagen" ist die gängige Pauschalformel für vielerlei Arten von Fehlverhalten im Straßenverkehr. Beachtliche Fortschritte in der Verkehrssicherheit Bei allem darf aber nicht übersehen werden, dass in den letzten 25 Jahren die Zahl der jährlich bei Verkehrsunfällen Getöteten um mehr als die Hälfte abgenommen hat. Und dies bei gleichzeitiger Zunahme der Kraftfahrzeuge um mehr als 100 Prozent. Eine beachtliche Leistung, zu der die Fahrschulen in beträchtlichem Maße beigetragen haben. Wir könnten in Deutschland aber noch weiter sein, wenn Ausbildung, Erziehung und Aufklärung der Kraftfahrer im Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politik einen höheren Stellenwert besäßen. Es ist gut und wichtig, die Verkehrswege stets zu verbessern, etwa gefährliche Stellen durch bauliche Maßnahmen oder geeignete Signalisation zu entschärfen; nicht minder wichtig ist es, im Automobilbau neue Sicherheitstechniken anzuwenden. Aber wenn der Mensch die eigentliche Schwachstelle ist, und das ist er, dann muss bei allen Bemühungen um die Verbesserung der Verkehrssicherheit die Fahrausbildung mit im Vordergrund stehen. Jede Mark, die in Ausbildung, Erziehung und Aufklärung investiert wird, ist höchstverzinslich angelegt.
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Aktualisiert am Sonntag, 29. Juni 2008 um 10:57 |